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26.01.2006
Verbraucherzentrale NRW::  Discounter patzen bei Reklamationen

Bei Gewährleistung und Garantie geraten Discounter-Filialen laut der Verbraucherzentrale NRW zum Nachteil des Kunden schon mal ins Straucheln. In einer Stichprobe wurden die Discounter Plus, Aldi Süd, Norma, Lidl und Penny untersucht. Dabei wurden in jeweils zwei Märkten jeder Kette zwei Produkte reklamiert: teurere Artikel (DVD-Brenner, Flachbildschirme, Heimkinosysteme, 80-250 Euro) und billigere Waren (Reiskocher, Bügeleisen, Blutdruckmessgeräte, 13-20 Euro). Ingesamt blieben sechs von 20 Reklamationen erfolglos. „Alles Einzelfälle“ beteuern laut der Verbraucherzentrale die Zentralen der Unternehmen und verweisen auf die offiziellen Vorgaben für ihre Märkte: „Die Filiale nimmt selbstverständlich defekte Artikel im Sinne der gesetzlichen Gewährleistung innerhalb der Zwei-Jahresfrist direkt zurück“ (Plus). „Sollte ein Produkt einen Fehler aufweisen, so bestehen die gesetzlichen Gewährleistungsverpflichtungen, an die wir uns selbstverständlich halten“ (Penny). „Selbstverständlich gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen uneingeschränkt“ (Lidl). Allerdings seien die Mitarbeiter von Plus, Penny und Lidl gehalten, erst an die Hersteller-Hotline zu verweisen. Die Verbraucherschützer: „Ganz so locker läuft`s, das zeigt die Stichprobe, in der Praxis nicht immer. Bei den beiden Aldi-Süd-Filialen mag das auch an einer sehr eigenen Auffassung vom Zeitrahmen für Reklamationen gelegen haben: Nach mehr als drei Monaten sei der Hersteller zuständig.“
www.verbraucherzentrale-nrw.de    Zurück zur Übersicht   Druckversion